Kopfzeile

Rückblick Polaris

8. Januar 2024
Einen Monat lang hat das Projekt Polaris die Oberstufe Oberägeri geprägt. Zeit, einen Blick zurückzuwerfen und eine erste Bilanz zu ziehen.

Es ist nicht selbstverständlich, dass Ideen aus dem Team in diesem Ausmass umgesetzt werden und die Lehrpersonen ein solches Mass an Mitgestaltung erhalten.
Das Pilot-Projekt wurde als solches genutzt und alle Beteiligten haben viel daraus lernen können.
Das anonym eingeholte Feedback von den Schülerinnen und Schülern zum Projekte Polaris zeigt ein erfreuliches Bild. So geben ca. 80% der Jugendlichen an, dass sie sich beim selbstorganisierten Lernen gut zurechtfanden, sich gut konzentrieren konnten und gut vorangekommen sind. Ebenfalls schätzten ca. 80% die mehrheitlich freie Wahl des Prüfungszeitpunktes. Mit gleicher Quote geben die Jugendlichen an, dass sie mit ihren Leistungen beim selbständigen Lernen zufrieden sind. Bei der Frage zur Präferenz für ein übliches oder eher offenes Unterrichtssystem wie im Projekt Polaris halten sich die Rückmeldungen in der Waage. Nicht überraschend geben über 95% der Schülerinnen und Schüler an, dass ihnen die Arbeit an ihren Wahlprojekten gefallen hat.

Was nehmen wir mit?
Bei über 130 Schülerinnen und Schüler können kaum absolute Aussagen getroffen werden. Trotzdem wurden vom Lehrerteam Tendenzen festgestellt. Durch das Setting haben sich Textverständnis, Selbstständigkeit und Organisationskompetenz der Lernenden merklich verbessert. Die eigenständige Auseinandersetzung und das Wegfallen der 45-Minuten-Blöcke hat zu einer intensiveren Bearbeitungsphase des Schulstoffs geführt.
Die offene Unterrichtsform wird dem individuellen Lernen gerecht, da die Jugendlichen sich länger mit einem Thema befassen können oder früher abschliessen und die gewonnene Zeit anderweitig nutzen können.
Durch Polaris wurden wöchentliche Lerncoaching-Gespräche ermöglicht, was auch von Seiten der Lernenden geschätzt wurde.
Selbstverständlich wurde in gewissen Bereichen auch Lehrgeld bezahlt und es gibt Aspekte, welche so nicht für einen Regelbetrieb übernommen werden können.
Vielen Beteiligten fehlte der Austausch in der Klasse und das damit einhergehende Gemeinschaftsgefühl. Durch den starken Fokus auf die Einzelarbeit blieb die Entwicklung der sozialen Kompetenzen etwas aussen vor.

Fazit
Für die Schülerinnen und Schüler war es eine spannende Zeit, in welcher sie viel über das eigene Lernen in Erfahrung gebracht haben. Die Oberstufe Oberägeri hat in den vier Wochen wertvolle Erkenntnisse gesammelt, um künftig das Lernen noch mehr zu individualisieren und so auf die verschiedenen Ansprüche einzugehen.

(FiFu)

-