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Begabungsförderung


Eine Projektgruppe unter der Leitung von Frau Lea Bättig hat ein Konzept zur Begabungsförderung (BEGA) erstellt, das seit 2003 umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Die Grundlagen des Konzepts bilden die kantonalen Richtlinien, das Schulische Enrichment Modell (SEM) nach Renzulli / Reis und Howard Gardners multiple Intelligenzen.

Im Juni 2008 durfte die Primarschule Oberägeri den LISSA-Preis entgegen nehmen für ihr stärkenorientiertes BEGA-Konzept, das sowohl die Begabungsförderung aller Kinder als auch die Begabtenförderung ausgewählter Kinder umfasst.

Begabungsförderung (Massnahmen für alle Kinder):
  • Individualisierender Unterricht im Klassenzimmer: Wochenpläne, Freiarbeit, Projektaufträge, um den unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten und Lernwegen Rechnung zu tragen
  • Compacting: Der reguläre Schulstoff wird beschleunigt durchgearbeitet.
  • Enrichment: Der Lernstoff wird zusätzlich angereichert.
  • SEM-Projekte: Die unterschiedlichen Stärken und Intelligenzbereiche werden berücksichtigt, Lern- und Arbeitstechniken vermittelt und geübt, Interessengebiete projektartig erforscht und bearbeitet. Es finden regelmässig klassen- und stufenübergreifende SEM-Aktivitäten statt.
  • Ressourcenzimmer: Hier kann interessengeleitet, handelnd und forschend gelernt und experimentiert werden. Die Kinder werden dabei intensiv unterstützt und begleitet.


Begabtenförderung (Massnahmen für ausgewählte Kinder):
  • Lernatelier: Kinder mit einem beachtlichen Vorsprung auf den obligatorischen Schulstoff und mit viel Lerneifer und Wissbegierde haben die Möglichkeit, während der Schulzeit ein Lernatelier zu besuchen. Dort befassen sie sich mit Themen, die ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechen, werden individuell in ihrem Lernen begleitet und intellektuell herausgefordert. Es gibt Lernateliers mathematisch naturwissenschaftlicher und sprachlicher Richtung, sowie neu ein Lernatelier für technisches Gestalten. Dieses vermittelt Kindern mit spezieller Begabung im textilen und/oder nicht textilen Bereich eine professionelle Förderung und ermöglicht ihnen Erfahrungen mit neuen Materialien und Raum zum kreativen Gestalten. Der Entscheid über den Besuch eines Lernateliers liegt bei der Schulhausleitung.
  • Mentorat: 1-3 Kinder arbeiten mit einem Mentor/einer Mentorin zusammen an herausfordernden Aufgaben und ausgedehnten Projekten, die ihren Wissenshorizont erweitern und sie an ihre Leistungsgrenze führen. Diese Massnahme wird nach einer umfassenden Abklärung durch eine externe anerkannte Fachstelle ergriffen, die die besonderen Bedürfnisse des Kindes aufzeigt.


Verantwortlich
Susanne Pegoraro Telefon: 041 723 80 99


Lesen Sie mehr in folgenden Downloads:

BEGA_OAegeri.pdf

BEGA_OAegeri_Historie.pdf

Diplomarbeit Raphael Iten, Schulischer Heilpädagoge in Oberägeri: „Integrative Schulentwicklung mit Elementen des Schulischen Enrichment Modells SEM" an der Schule Oberägeri:
sem.pdf

Aus dem Zuger Neujahrsblatt 2009: Reich Instrumentierte Begabungsförderung. Breit angelegtes Projekt der Primarschule Oberägeri. «Die fünf Sinne» Ein stufenübergreifendes Schulhausprojekt
BEGA_Zuger_Neujahrsblatt.pdf