Zurück in die Urgeschichte
Die letzte Woche vor den Herbstferien dürfte den Oberägerern aus dem Schulhaus Hofmatt II und Morgarten in spezieller Erinnerung bleiben. Erstens, weil sie den Arbeits- und Lernort nach Zug in ein Museum verlegten und so täglich zwei Reisen antreten konnten. Zweitens wurde der übliche Unterricht zugunsten von anderen Arbeitsweisen wie beispielsweise Workshops zur Seite geschoben.
Unter der Leitung von Marlise Wunderli, der Museumspädagogin des Museums für Urgeschichte, und den 3 Lehrpersonen konnten die Kinder also in die Frühgeschichte der Menschheit eintauchen. Wie haben die ersten Menschen als Jäger und Sammler überlebt? Welche Waffen entwickelten sie, um auf die Jagd zu gehen? Wie schafften sie es, mit einfachsten Mitteln Feuer zu machen? Wie entdeckten und verarbeiteten sie Metall zu Werkzeugen und Waffen? Auf solche Fragen Antworten zu suchen, dabei selber auszuprobieren und damit Interesse für Lebensbewältigung unserer Vorfahren zu entwickeln, war das Ziel der Woche. Während am Morgen jeweil allgemeine Merkmale der Steinzeit erarbeitet wurden, konnten die Kinder am Nachmittag in Workshops mittun. Angeboten wurden die Themen «Feuer machen, Pfeilbogen schiessen und Speere werfen und Knochennadeln herstellen».
Dass es niemand geschafft hat, mit primitiven Mitteln Feuer zu entfachen, schmälerte den Erfolg der Woche in keiner Weise, im Gegenteil: Dies dürfte wohl den Respekt für unsere Vorfahren vergrössert haben.(bik)
